Besondere Aussichten – Tressensteinwarte im Ausseerland wird gebaut

Besondere Aussichten – Tressensteinwarte im Ausseerland wird gebaut

An seinem 4.784 Arbeitstag und seinem letzten Arbeitstag als Bürgermeister der Stadtgemeinde Bad Aussee präsentierte Otto Marl mit seinen Bürgermeisterkollegen aus Altaussee und Grundlsee ein künftiges Ausflugsziel: Nach vielen Jahren soll die Tressenstein-Aussichtswarte neu entstehen.

„Schon Kaiserin Sissi zeigte sich über die Rundsicht über das Ausseerland vom Tressenstein aus begeistert“ informierte der Bad Ausseer Ortsschef. So wurde 1901 die Idee geboren, am Tressenstein eine 24 Meter hohe Aussichtswarte zu errichten, die 1907 eröffnet wurde. In der Folgezeit wurde der Tressenstein ein beliebtes Ausflugsziel. Nach 1939 verfiel dieses Bauwerk jedoch sehr rasch und musste schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen werden. 1953 entstand jedoch die Warte in der alten Holzbauweise wieder. Der Österreichische Rundfunkt lies dieses Bauwerk schließlich abtragen und baute an der gleichen Stelle eine Sendestation.

Bürgermeister Otto Marl hat gestört, dass es diese Warte nicht mehr gibt uns so wurde versucht, im Zuge der Steirischen Landesausstellung im Ausseerland im Jahr 2004 eine neue Warte zu errichten. Marl: „Allerdings war das Projekt finanziell nicht umsetzbar“.

Nun wurde ein neuer Anlauf gestartet. „ Am höchsten Punkt am Tressenstein wird eine neue Warte in Holzkonstruktion entstehen“ so Marl. Das Holz dazu wird von den Österreichischen Bundesforsten zur Verfügung gestellt. Die Kosten in Höhe von rund € 200.000,00 werden zu 1/3 durch Fördergelder der Europäischen Union und durch Arbeitsleistungen von den Gemeinden Altaussee und Grundlsee, zu 1/3 durch die Stadtgemeinde Bad Aussee und zu 1/3 durch Sponsoren aufgebracht. „Die Energie AG und eine private Gönnerin haben tief in die Tasche gegriffen“ zeigte sich Marl erfreut.“ Wenn es nach dem Wunsch von Marl geht, sollen auf dieser Aussichtswarte auch alle Künstler des Ausseerlandes verewigt werden. „Nirgends sonst kann man von einem Punkt aus alle Wohnstätten der Künstler sehen, die im Ausseerland gewohnt, gelebt und gewirkt haben“ so Marl.
Für Altaussees Bürgermeister Herbert Pichler ist der Tressenstein ein beliebtes Ausflugsziel. Die Gemeinde Altaussee wird sich mit Arbeitsleistungen beteiligen. Auch der Grundlseer Vizebürgermeister Günther Baumann ist von der Idee der Tressensteinwarte begeistert und spricht von einer neuen Attraktion im Ausseerland.

Die Tressensteinwarte ist vom Tressensattel in der Gemeinde Grundlsee in etwa 25 Minuten leicht zu Fuß zu erreichen. Die Eröffnung wird voraussichtlich am 13. Juli 2013 stattfinden.


Foto: Alpenpost (bitte um honorarfreien Abdruck)
Von links nach rechts: Vizebürgermeister Günther Baumann (Grundlsee)
Bürgermeister Otto Marl (Bad Aussee)
Bürgermeister Herbert Pichler (Altaussee)


Amtsleiter Herbert Gasperl MSc
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